Jetzt bei uns!

Orangen ohne Sklaverei und ohne Gift  – darum geht es bei der Aktion „Süß statt bitter“. Dabei bekommen Erntehelfer einen gerechten Lohn und Kleinbauern in Kalabrien einen angemessenen Preis für ihr Obst.

Wir haben gerade wieder leckere Orangen in Oldenburg. Eine Orangen kostet 1 €.

Über die Orangen:

In Süditalien hat die Orangenernte gerade in der Winterzeit Hochkonjunktur. Viele Erntehelfer schuften allerdings für einen Hungerlohn – etwa 25 Euro für einen langen Tag knochenharter Arbeit. Sie hausen unter erbärmlichen Bedingungen in Zelten, Containern oder baufälligen Hütten. Weil große Konzerne und Handelsketten den Preis diktieren, müssen viele kleinbäuerliche Betriebe ihre Orangen für einen Preis verkaufen, der kaum die Kosten für das Pflücken abdeckt.

Bei der Ernte dieser Orangen erhalten die Wanderarbeiter, meist afrikanische Migranten, einen gerechten Lohn und Kleinbauern in Kalabrien einen angemessenen Preis für ihr Obst. Die Orangen helfen dabei, moderne Sklaverei zu beenden und Menschenrechte zu achten.

Der Verein „SOS Rosarno“ in Kalabrien setzt diesem menschenunwürdigen System etwas entgegen. Er zahlt Bauern einen fairen Preis und ermöglicht Saisonkräften eine menschenwürdige Arbeit. Er beschäftigt Migranten mit regulären Arbeitsverträgen, zahlt ihnen Tariflöhne sowie Sozialbeiträge. Der Verein vertreibt Orangen nur von Betrieben, die ohne Pestizide produzieren, und organisiert den Verkauf an Bioläden und Gruppen solidarischen Konsums. Einen Zwischenhandel gibt es nicht.

„Mediterranean Hope“ leistet auch in Rosarno humanitäre Hilfe für Geflüchtete und Migranten. Mit Mitteln aus der Orangen-Aktion werden unter dem Motto „Lichter für Rosarno“ Fahrräder der Wanderarbeiter mit Lampen ausgestattet, damit sie sicher zu den Plantagen fahren können. Zudem werden Schlafsäcke und warme Jacken für die Wanderarbeiter gekauft, denn die Nächte in den Zelten sind bitterkalt.

Mit dieser Aktion will die Evangelische Kirche von Westfalen (EKvW) gemeinsam mit vielen Partnern auf moderne Sklaverei in Süditalien und ganz Europa aufmerksam machen. Daran beteiligen sich beispielsweise Weltläden, Unverpackt- und Naturkostläden sowie Kirchen- und Pfarrgemeinden. Die Orangenaktion unterstützt eine andere Art der Landwirtschaft in Kalabrien und stärkt zugleich die Flüchtlingshilfe „Mediterranean Hope“ der Waldenser Kirche in Italien.

Ein Beitrag zum „Haus der Würde“ von „Mediterranean Hope“ findet sich in der ARD Mediathek: hier gehts zum Beitrag.

Orangen ohne Pestizide und ohne Sklavenarbeit.