Am 23. Februar ist Bundestagswahl. Und das ist nicht egal. Auch für alle, die sich für ‚Eine Welt‘ einsetzen, hängt viel davon ab, wie die Wahl ausfällt und wie die Regierungsbildung danach aussieht.

Organisationen, in denen Eine-Welt – Aktive zusammenarbeiten, haben deshalb Themen und Ziele zusammengestellt, die wichtig sind, um eine Wahlentscheidung zu treffen.

agl (Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland)

In der ‚agl‘ arbeiten die Eine-Welt – Netzwerke aus den Bundesländern zusammen, auch der ‚VEN‘ (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen). Und in denen haben sich wiederum viele große und kleine lokale Eine-Welt – Gruppen zusammengeschlossen – so ist auch das ÖZO Mitglied des ‚VEN‘.

In den ‚Impulsen zur Bundestagswahl‘ ist zu lesen, welche Voraussetzungen in Deutschland geschaffen werden sollten, um globale Solidarität erst möglich zu machen. Und auch, an welchen Stellen eine neue Bundesregierung in der Gesetzgebung und finanziellen Förderung aktiv werden sollte, um

  • in globaler Hinsicht fairem wirtschaftlichen Handeln in Deutschland und Europa näherzukommen, ein Bewusstsein für die ungleichen Verhältnisse und Beziehungen in der Bevölkerung zu schaffen und
  • um nachhaltig zu handeln und somit allen Menschen auf der Welt eine Zukunft zu ermöglichen.

VENRO (Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Nichtregierungsorganisationen)

Alle entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisationen in Deutschland haben sich im ‚VENRO‘ zusammengeschlossen, z. B. ‚Brot für die Welt‘, ‚Care‘, ‚humedica‘, ‚inkota‘ ‚Islamic Relief‘, ‚Kindernothilfe‘, ‚misereor‘ ‚‘Oxfam’ , ‚terre des hommes‘ u. v. a. m.

Da geht es erst einmal um die Frage, warum eine deutsche Regierung überhaupt globale Verantwortung übernehmen sollte. Es geht um internationale Abkommen und den Einsatz öffentlicher Mittel für Frieden und Konfliktprävention. Entwicklungspolitische Bildungsarbeit, Humanitäre Hilfe u. a. Es geht um die Durchsetzung von Grundrechten, wie des Rechts auf Nahrung, des Rechts auf Soziale Sicherung oder auf Gesundheit. Es geht um globale Partnerschaften, z. B. zum Klimaschutz. Und nicht zuletzt geht es auch um Menschenrechte, Inklusion und Stärkung der Demokratie.

CorA (Netzwerk für Unternehmensverantwortung)

60 Organisationen aus den Bereichen Menschenrechte, Umwelt- und Verbraucherschutz, Entwicklungspolitik sowie Gewerkschaften haben sich im ‚CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung‘ zusammengetan. Zum Beispiel ‚amnesty international‘, ‚attac‘, ‚Brot für die Welt‘, ‚BUND‘, ‚Initiative Romero CIR‘, ‚Facing Finance‘, ‚Forum Fairer Handel‘, ‚Greenpeace‘, ‚Kampagne für saubere Kleidung‘, ‚IG Metall‘, Inkota’, ‚Kindernothilfe‘, ‚misereor‘, ‚terre des hommes‘, ‚Transparency International‘, ‚Verbraucherzentrale Bundesverband‘, ‚ver.di‘ u. v. a. m.

Und auch sie haben sich Gedanken darüber gemacht, was eine Regierung nach der Wahl anpacken sollte

  • um z. B. faire globale Lieferketten zu erreichen;
  • um den Finanzsektor zu regulieren;
  • um die Ausbeutung der von Natur und Schäden für die Umwelt durch Unternehmen zu vermindern;
  • um zu regeln, worauf Stadtverwaltungen, Landesregierungen oder Bundesbehörden achten müssen, wenn sie Dinge oder Güter kaufen.

Forum Fairer Handel

Ausgehend von vier kurzen Kernforderungen entfaltet auch das Forum Fairer Handel seine politischen Forderungen zur Bundestagswahl. Im Forum Fairer Handel finden sich die großen FairHandels-Unternehmen zusammen, deren Produkte vor allem in Weltläden zu finden sind; Mitglied ist außerdem der Weltladen-Dachverband.