Vom Beißen, Stechen und Brummen – und was das Klima damit zu tun hat!
Ein Abend zu den Auswirkungen der Klimakrise auf die Gesundheit hier und weltweit
Mi, 17. April, 2024, 19 Uhr im PFL
Die Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung. Medizinisches Vorwissen ist nicht notwendig.
Fast täglich können wir in den Schlagzeilen über die Auswirkungen der Klimakrise auf Flora und Fauna dieser Erde lesen. Seltener lesen wir von den direkten Auswirkungen der Klimakrise auf die menschliche Gesundheit.
Dabei stellen sich dringende Fragen: wie wirken sich durch die Klimakrise veränderte Umweltfaktoren auf den menschlichen Körper aus? In welcher Form wirkt sich die Klimakrise auf die Ausbreitung von verschiedenen Erregern aus? Und wie gut ist die medizinische Versorgung in dem Bereich der Tropenkrankheiten?
Armutserkrankungen wie Schlangenbisse und Chagas bedrohen aktuell die Gesundheit von mehr als einer Milliarde Menschen weltweit. Noch sind sie kaum ein Thema für unser hiesiges Gesundheitssystem. Daher werden sie selten in der Öffentlichkeit thematisiert und auch die kommerzielle medizinische Forschung ignoriert sie weitestgehend.
Das ändert sich aber durch den Klimawandel und die Globalisierung: die sogenannten „vernachlässigten Tropenkrankheiten“ (Englisch NTDs) wie Dengue-Fieber oder Bilharziose tauchen zunehmend auch in Europa auf. Sie reihen sich damit ein in die Liste der Gesundheitsbelastungen, die es durch die Klimaveränderungen ohnehin auch bei uns schon gibt: Hitze, Feinstaub, Lärm etc.
Sonja Withelm von der Gruppe Health for Future und Max Klein von der BUKO Pharma-Kampagne beleuchten, welche Herausforderungen es in der Gesundheitsversorgung durch die Klimakrise und durch strukturelle Ungleichheiten gibt. Dabei geht es darum, das Menschenrecht auf Gesundheit und das dritte Ziel der Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen zu implementieren und zu sichern.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen der BUKO Pharma-Kampagne, den Kritischen Mediziner*innen der Uni Oldenburg, der Gruppe „Health for future“, dem Weltladen Oldenburg und der Stadt Oldenburg.

Die BUKO Pharma-Kampagne möchte mit ihrer Arbeit das Augenmerk auf die ungerechten Strukturen der weltweiten Gesundheitsversorgung legen und geht dabei u.a. den Fragen nach, warum führen vernachlässigte Tropenkrankheiten so ein Schattendasein, trotz ihrer Omnipräsenz in vielen Ländern? Und welche Rolle nimmt Deutschland dabei ein? Seit ihrer Gründung Anfang der achtziger Jahre widmet sich die Bielefelder NGO dem Themenfeld und informiert mit ihrem aktuellen Projekt zu NTDs Menschen deutschlandweit mit Diskussionsveranstaltungen, einer Podcast-Reihe und Straßentheater.
Health for Future Oldenburg klärt in Vorträgen darüber auf, inwiefern sich die Klimakrise auf die menschliche Gesundheit auswirkt, und beschäftigt sich mit Lösungsansätzen, die mehr Nachhaltigkeit ins Gesundheitswesen integrieren und dazu beitragen, die Treibhausgasemissionen zu senken. Denn letztendlich können wir Menschen nicht „alleine“ überleben, sondern sind zutiefst abhängig von den intakten Ökosystemen dieser Erde.
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