Der Kaffee

Umfangreiches Fachwissen und sorgfältige Handarbeit bilden die Grundlage für wirklich guten Kaffee. Ausschließlich die als besonders wertvoll geltenden Hochland-Arábicas werden für den Oldenburg Kaffee und Oldenburg Espresso verarbeitet: In Hochlagen reifen die Kirschen angesichts kühlerer Temperaturen langsamer und entwickeln eine feine Säure und außergewöhnliche Dichte – das Ergebnis ist besonders aromatischer Kaffee. Der Arábica-Kaffee für den Oldenburg Kaffee wird im Süden Mexikos angebaut und ist feinwürzig und naturmild, Kaffeeexperten zufolge stammen von hier einige der besten Sorten.

Bolivien und Kolumbien liefern zwei der drei Rohkaffees für den Oldenburg Espresso: Die fruchtbaren vulkanischen Böden der Anden und die klimatischen Bedingungen der Region bieten beste Voraussetzungen für einen qualitativ hochwertigen Kaffee: Er ist reich an Aromen, ausgewogen, mit einem kräftigen Körper. Abgerundet wird diese Mischung durch einen Hochland-Arábica aus Nicaragua.

Der biologische Anbaubiozertifiziert nach DE-Öko-039

Kaffeepflanzen sind empfindlich und anspruchsvoll, der Arbeitsaufwand erstreckt sich über das ganze Jahr. Die Kaffeesträucher werden in Mischkulturen unter Schattenbäumen auf kleinen Parzellen kontrolliert biologisch kultiviert. Unkraut wird in Handarbeit entfernt, Kompost und Tierdung bilden den organischen Dünger. Kaffeepflanzen sind anfällig für Schädlinge und Krankheiten, daher ist der Pflanzenschutz ein wichtiger Aspekt: Er erfolgt ebenfalls durch natürliche Mittel wie z.B. pflanzliche Präparate und Nützlinge. So werden beispielsweise Wespen als natürliche Feinde gegen die Schädlinge eingesetzt. Diese Wirtschaftsweise vermeidet die im konventionellen Kaffeeanbau häufige Vergiftung von Landarbeitern sowie die Verseuchung des Bodens und Grundwassers, u.a. durch Pestizide. Sie bewahrt die Lebensgrundlage der Produzenten und schützt ihre Gesundheit.

Die Ernte und Verarbeitung der Kaffeekirschen

Je nach Anbaugebiet und Klima vergehen drei bis fünf Jahre, bis ein Kaffeestrauch die ersten Früchte trägt. Die Kaffeekirsche reift über acht bis zehn Monate und verändert ihre Farbe von grün über gelb bis dunkelrot. Das Pflücken von Hand ist arbeitsintensiv: Mehrere Durchgänge sind erforderlich, da die Früchte an einer Pflanze nicht gleichzeitig reifen, jedoch liefert diese Methode Rohkaffees bester Qualität. Nach der Ernte müssen die Kaffeekirschen innerhalb eines Tages weiterverarbeitet werden. Dies geschieht bei unseren Arábica-Kaffees durch die sogenannte nasse Aufbereitung, die als aromaschonend gilt. Zunächst werden die reifen Kaffeekirschen von Verunreinigungen befreit und in Wasserbecken vorsortiert. Die Kaffeekirschen werden dann durch den Pulper geschickt, d.h. gequetscht und das äußere Fruchtfleisch wird von den beiden Samen getrennt. Die verbleibenden Fruchtschleimrückstände lösen sich durch einen 12- bis 36-stündigen Gärungsprozess von den Bohnen. Dann wird der Rohkaffee gewaschen, um alle Fruchtreste abzuspülen. Schließlich trocknen die Bohnen mehrere Tage ausgebreitet in der Sonne, wobei sie regelmäßig gewendet werden müssen. Im Beneficio, der Verarbeitungsanlage der Genossenschaft, werden die Silber- und Pergamenthaut des „Café Pergamino“ abgeschliffen, die Bohnen handverlesen und nach einer abschließenden Qualitätskontrolle in Säcke abgefüllt.

Die Röstung

In der Kaffeerösterei Niehoff in Gronau erfolgt in einem speziell für den Qualitätsausbau von Hochland-Arábicas entwickelten Verfahren die schonende Langzeitröstung des Kaffees. In 14 bis 19 Minuten werden Bitter- und Gerbstoffe sowie magenschädliche Säuren herausgeröstet. Dieser Prozess ist zeitabhängig, deshalb sind unsere Kaffees im Vergleich mit handelsüblichen „turbogerösteten“ Produkten besonders bekömmlich. Für den Oldenburg Espresso werden die handverlesenen Rohkaffees nach Sorten getrennt, langsam und schonend geröstet und anschließend gemischt, um die Qualität, das Aroma und die Bekömmlichkeit zu optimieren. Unsere auf diese Weise sorgsam durchgerösteten Kaffees entfalten ihr Aroma optimal, zudem sind sie besonders ergiebig und können sparsam dosiert werden. Die Firma Niehoff produziert stets kleine Mengen auf Abruf und verpackt sie aromageschützt – so gelangt der Kaffee röstfrisch zu unseren Kunden.