Global gerechte Landwirtschaft

17 April 2020 – Internationaler Tag des kleinbäuerlichen Widerstands

#StayHomeButNotSilent | #17April2020 | #PeasantsRightsNow

Covid-19 hat die Welt lahmgelegt. Der tödliche Virus offenbart die Verwundbarkeit des derzeitigen globalen Ernährungssystems, das von der industriellen Landwirtschaft dominiert wird sowie die Gefahren, die es für alle Lebensformen darstellt.

Heute am 17. April ist der Internationale Tag des kleinbäuerlichen Widerstandes.

Wir sollten aus der Krise lernen und jetzt erst Recht in den Aufbau lokaler resilienter und diverser Lebensmittel-Versorgungssysteme investieren. Allianzen zwischen den gefährdeten Bereichen der Gesellschaft, den kleinen Lebensmittelhersteller*innen und Konsument*innen müssen gebildet werden, um fairen Handel und gesunde Lebensmittel zu fördern. Während dieser Krise müssen wir die profitgesteuerte Expansionspolitik der transnationalen Unternehmen aufdecken und anprangern.

Diese außerordentlichen Umstände, mit denen sich die Menschheit heute konfrontiert sieht, erfordert von den Staaten, die Rechte von Kleinbäuer*innen und allen anderen in der Landwirtschaft tätigen Personen, wie in der Deklaration der Vereinten Nationen im Jahr 2018 dargelegt (UNDROP), gerade jetzt besonders zu schützen und zu garantieren.

Seit Jahren kämpft die Bewegung La Via Campesina für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und Zugang zu Land und Gesundheitssystemen der lokalen und migrantischen Arbeiter*innen in der Landwirtschaft.

Ein Moment der Krise, wie wir ihn gerade erleben, hebt hervor, wie wichtig der Zusammenhalt zwischen uns Menschen ist. Wir sind viel stärker miteinander verbunden, als uns das brutale ökonomische System glauben lässt.

Auch in Oldenburg engagieren sich viele Menschen für ein lokales, faires und gesundes Ernährungssystem und gegen Ausbeutung in der Lebensmittelindustrie. Die Akademie der ev.-luth. Kirche in Oldenburg, der Ernährungsrat und das Ökumenische Zentrum sind drei davon. Sie alle machen deutlich, dass auch jede*r einzelne etwas tun kann, um Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, zu unterstützen. Indem wir bei Erzeuger*innen aus der Region einkaufen, stärken wir die regionale Lebensmittelproduktion und machen uns unabhängiger von globalisierten Lieferketten. Direktvermarktung ist systemrelevant!

Regionale, nachhaltig arbeitende Erzeuger*innen in unserer Region finden sich auf www.kostbar-oldenburg.de

Gemeinsam mit den Betroffenen fordern wir Gerechtigkeit für die (Klein)bauern und -bäuerinnen und die Unterdrückten der Welt.

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